Bedeutung der Textilindustrie in Syrien
Syrien ist in den letzten Jahren im Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sehr viel langsamer geworden. Das Land sucht jetzt für Unterstützung für die wichtigsten Wirtschaftszweige und fördert den privaten Sektor in der Verarbeitung. Nach den 1960er Jahren hat das Land begonnen, die Industrialisierung voranzutreiben und das wirtschaftliche Wachstum stieg schlagartig an. Es wurden Tarife auf Importgüter und erlaubte Steuererleichterungen und Kredite auf heimische, syrische Waren genehmigt. All das half dem Produktionssektor, ganz besonders in der Textilbranche.
Textilien bringen gut 12 % des gesamten industriellen Auskommens des Landes und kommen gleich nach Erdöl und Bergbau. Gut 30 % der Einwohner sind in der Textilbranche beschäftigt. Auf ihre Textilherstellung sind die Syrier heute noch stolz. Sie haben sich gut auf dem Baumwoll- und Wollmarkt etabliert, stellen spezielle und gut verarbeitete Kleidung und andere Nähartikel für den weltweiten Verkauf her. Syrische Textilfirmen verbuchen ein jährliches Wachstum, wobei andere Wirtschaftszweige abbauen – auch auf Grund der Förderung der Regierung durch Steuererleichterungen.
Fertige Textiliengüter wie Teppiche und Bekleidung (wie zum Beispiel hier zu finden: edelkleidung.com hatten einen Zollsatz von 75 %, was den Kauf von Einheimischen erheblich beeinträchtigte. Seit November 2005 wurde dieser Tarif jedoch auf 47,5 % auf den internationalen Kleiderimport herunter gesetzt, was jedoch immer noch extrem hoch ist und Länder wie China davon abhält, sich in Syrien zu etablieren.
Bereits seit dem Mittelalter waren syrische Kleider in der gesamten Welt hoch gefragt. Das Land lag auf einer der wichtigsten Handelsrouten der Zeit und war so in ständigem Kontakt mit den Gütern zwischen West und Ost, wodurch die Syrier leicht an Rohmaterial kamen und sie daraus eine perfekte Kleiderindustrie entwickelten. Leinen und Baumwolle sind auch heute noch die meist verarbeiteten Materialien in Syrien.

