Erdgas

Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Syrien ist die Energiebranche. Zusammen mit großen Rohölfeldern hat Syrien zahlreiche Erdgasvorkommen. Die Ergasvorkommen sind immens groß und zählen zu den sichersten Wirtschaftseinkommen. Auch wenn es bis heute noch nicht auf Platz eins des Exports in Syrien steht, so hat das Land doch große Förderungenmassnahmen begonnen, da die weltweite Nachfrage nach natürlichen 'gesunden' Energiequellen immer mehr steigt. Finanzierungen und Förderungen von Außen waren bis vor kurzem hier nicht möglich, da eine korrupte und zentralisierte Planung das verhinderte. Doch in letzter Zeit sind hier die Regeln gewaltig gelockert worden und es werden Investoren zu Finanzierungen in diesem Bereich aufgerufen.

Die Entwicklung in allen Aspekten in dem Sektor der Energiegewinnung steht zur Zeit an erster Stelle der syrischen Regierung. Das Land hat begonnen, die Kraftwerke und Umspannwerke auf den neuesten Stand zu bringen und auszubauen. Dabei wird nicht nur an Maschinen und Ausrüstung gedacht, sondern eher noch die Umstellung von Erdölförderung auf Erdgasförderung. Viele der Kraftwerke sind inzwischen so konzipiert, dass sie mit Erdgas funktionieren statt mit Erdöl, da gerade die letzteren Vorkommen von Jahr zu Jahr sinken.

Das einzige Problem, was die Erdgasförderung etwas schwierig macht, ist der Ort der Vorkommen. Die meisten Menschen in Syrien leben im Südwesten, die Vorkommen befinden sich aber im dünn besiedelten Nordosten. Dieser Diskrepanz kann eventuell mit ausländischen Investoren abgeholfen werden, die sich langsam in diese Branche einkaufen. Amerikanische und französische Firmen haben ein großes Interesse, diese Felder zu fördern, Holländer und Japaner haben begonnen, im Land Pipelines für Erdgas zu verlegen. Syrien setzt seine Hoffnungen darauf, eine Pipeline nach Homs zu verlegen, einem der wichtigsten Handelshäfen des Landes, und so den Export dieser großen Vorkommen in Schwung zu bringen.