Geschichte Syriens

Syrien ist unglaublich reich an Geschichte und liegt in einer politisch und auch religiös sehr brisanten Zone. Die erste große Zivilisation auf syrischen Boden waren Semiten. Das hethitische Königreich umspannte einen großen Teil des Vorderen Orients, als es Mitte des zweiten Jahrtausend v. Ch. im Zenit seiner Kultur stand.

Es war Alexander der Große, der es den Seleukiden entriss, die es genauso wie die Perser beherrschten. Etwa 64 v. Ch. war es Pompeius, der das Land als römische Provinz eroberte. Nach der Aufteilung des riesigen Reiches ging es unter byzantinische Herrschaft. Als Paulus von Tarsus das Christentum zu verbreiten begann, baute er seine erste Kirche in Antiochien, eine kleine Stadt im antiken Syrien, heute Antakya in der Türkei.

Mehr als 600 Jahr später entwickelte sich der Islam und das Machtzentrum, das tief in altpersischen Reich entstand, dehnte sich mit der Umayyad Dynastie bis nach Syrien aus. Sie konnten das Land auch lange bis zur Übernahme durch die ottomanischen Türken halten. Doch das Reich zerfiel nach dem ersten Weltkrieg und Syrien ging in französische Hände. Erst 1946 erhielt das Land seine Unabhängigkeit, war danach jedoch noch öfters in Konflikte mit den Nachbarstaaten verwickelt und ist seit dem zwar nicht völlig von inneren Konflikten frei, doch auf liberalen Kurs.