Kultur und Religion in Syrien
Der Einfluss auf die syrische Kultur besteht aus Tausenden von Jahren großer Zivilisationen. Die syrischen Schulen sowie die Kunst haben beispielsweise einen enormen Einfluss auf die römische Kultur gehabt. Es wird heute angenommen, dass die Kulturen von Mesopotamien und Ägypten hier ihren Ursprung her haben. Die syrische Kultur legt großen Wert auf Familie, Religion und das eigene Vorwärtskommen. So findet man auch heute noch Tänze und Festlichkeiten aus uralten Zeiten, wenn beispielsweise ein Baby in eine Familie geboren wird.
Syrien ist stolz auf seine traditionelle Poesie, die mündliche wie auch die schriftliche. Syrische Schriftsteller sind lange in der arabisch-sprachigen Welt in große Kritiken geraten. Sie waren ein wichtiger Faktor in der literarischen Welt im 20. Jahrhundert, was auch die Kultur stark beeinflusste. Es wurde als al-Nahda bekannt. Auch die verschiedenen politischen Situationen haben die syrische Literatur stets geformt. Ein harter Polizeistaat zensierte streng und viele der Arbeiten durften nicht veröffentlicht werden. Das hatte zur Folge, dass viele syrische Schriftsteller ins Ausland gingen und so ihre Kultur verbreiteten. Einige adoptierten den viktorianische Stil und bildeten daraus ganz neue Richtungen, die die regierende Klasse und ihre Gesetze beinhalteten.
Syrien ist ein hauptsächlich islamisches Land. Von den 87 % Moslems sind gut 74 % Sunniten, der Rest gehört zu verschiedenen islamischen Richtungen. Gut 10 % der Gesamtbevölkerung zählt sich zu den Christen, die zu den Orthodoxen aus Antiochien gehören. Eine kleine Gemeinschaft von Drusen lebt im Dschebel ad-Duruz. Besonders auffällig ist, wie die unterschiedlichsten Religionsgemeinschaften sich in bestimmten Gegenden 'ansammeln'. So leben beispielsweise die meisten Alawiten in der ländlichen Gegend von Jabal an Nusayriyah, fast 80 % der Bevölkerung gehören hier zu ihnen. Religion spielt die Hauptrolle in eines jeden Syriers Leben. So sieht man oftmals, wie die Moslems mehrmals täglich bei Allah um Rat bitten.

